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Kopfzeile Deutsches Sportabzeichen 2013

     

Neues Regelwerk für das Deutsche Sportabzeichen ab 2013

     

(Auszüge aus dem Prüfungswegweiser 2014)

Das Deutsche Sportabzeichen (DSA) ist eine Auszeichnung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB). Es ist die höchste Auszeichnung außerhalb des Wettkampfsports und wird als Leistungsabzeichen für überdurchschnittliche und vielseitige körperliche Leistungsfähigkeit verliehen.

Das Deutsche Sportabzeichen ist ein Ehrenzeichen der Bundesrepublik Deutschland mit Ordenscharakter.

Die zu erbringenden Leistungen orientieren sich an den motorischen Grundfähigkeiten Ausdauer, Kraft, Schnelligkeit und Koordination.
Der Nachweis der Schwimmfertigkeit ist notwendige Voraussetzung für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens.

Das Deutsche Sportabzeichen kann von Männern und Frauen sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch im Ausland erworben werden. Voraussetzung ist das erfolgreiche Absolvieren der in diesem Regelwerk geforderten Leistungen.

Das Deutsche Sportabzeichen wird verliehen

 

-  als Deutsches Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche an Jungen
    und Mädchen, ab dem Kalenderjahr, in dem das 6. Lebensjahr erreicht wird

-  als Deutsches Sportabzeichen an Erwachsene, ab dem Kalenderjahr,
    in dem das 18. Lebensjahr erreicht wird.

 

Die zur Auswahl stehenden Disziplinen und die nach Alter und Geschlecht differenzierten Leistungsanforderungen für das Deutsche Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche und das Deutsche Sportabzeichen sind in den jeweiligen Leistungskatalogen geregelt,

Das Deutsche Sportabzeichen ist ein Leistungsabzeichen und kann auf den Leistungsstufen Bronze, Silber und Gold erworben werden.

Für den Erwerb empfiehlt sich eine gezielte körperliche Vorbereitung mit qualifiziertem Training. Über die zur Auswahl stehenden Übungen und die für das jeweilige Alter gesetzten Leistungsanforderungen informieren die Prüfer auf der Sportanlage oder die zuständigen Sportorganisationen. Am Training und an den Prüfungen für das Deutsche Sportabzeichen darf nur teilnehmen, wer gesund ist. Bei Zweifeln ist ein Arzt zu befragen.

Die Mitgliedschaft in einem Sportverein ist keine notwendige Voraussetzung für den Erwerb des Deutschen Sportabzeichens.

     

Der Nachweis der Schwimmfertigkeit ist notwendige Voraussetzung für den Erwerb des DSA. Für diesen Nachweis gibt es vier Möglichkeiten:

-  Ablegen einer Schwimmdisziplin aus den Disziplingruppen Ausdauer oder
    Schnelligkeit im Zuge der Sportabzeichen-Prüfung

-  15 Min. Dauerschwimmen (im offenen Gewässer möglich), wobei eine
    offensichtliche Fortbewegung im Wasser ersichtlich sein muss

-  <12 Jahre: 50 m Schwimmen ohne Zeitlimit
    (am Stück und ohne Unterbrechung)
    ≥12 Jahre: 200 m Schwimmen in maximal 11 Min.
    (am Stück und ohne Unterbrechung)

-  Vorlage des „Deutschen Jugendschwimmabzeichens“ in Gold oder der
    „Deutschen Rettungsschwimmpässe“ der DLRG ab Bronze

      

Die Gültigkeit des Nachweises der Schwimmfertigkeit für das Deutsche Sportabzeichen ist begrenzt auf fünf Jahre und bezieht sich auf das Ausstellungsjahr.

Das Jahr des letzten Schwimmnachweises ist auf der Prüfkarte vermerkt.

Der Nachweis vor 2013 kann rückwirkend fünf Jahre anerkannt werden, wenn eine entsprechende Bescheinigung (z. B. Urkunde oder Prüfkarte) vorgelegt wird.

Für das Deutsche Sportabzeichen für Kinder und Jugendliche genügt ein einmaliger Nachweis. Auch dieser Nachweis kann rückwirkend vorgelegt werden.

 

Dreistufiges Leistungssystem

Das Deutsche Sportabzeichen kann auf den drei Leistungsebenen

-  Bronze

-  Silber

-  Gold

erworben werden.
Die für die jeweilige Leistungsebene zu erbringenden Leistungen in den einzelnen Disziplinen, differenziert nach Alter und Geschlecht, sind im Leistungskatalog aufgeführt und werden den drei Leistungsebenen zugeordnet.

Je nach erbrachter Leistung wird für die Disziplingruppe ein Punktwert vergeben.

Bronze = 1 Punkt, Silber = 2 Punkte, Gold = 3 Punkte

Um das Deutsche Sportabzeichen zu erwerben, müssen vier Leistungen (eine Disziplin pro Disziplingruppe) mindestens in Bronze (je 1 Punkt = 4 Punkte) erbracht werden. Die erreichten Punkte werden addiert und aus dem Gesamtpunktwert ergibt sich die Verleihung in Bronze, Silber oder Gold:

-  Bronze = 4–7 Punkte

-  Silber = 8–10 Punkte

-  Gold = 11–12 Punkte

      

Gruppe 1 Ausdauer

Sportwissenschaftliche Hintergründe:

Ausdauer ist die Fähigkeit, lange einer Belastung zu widerstehen, die letztendlich zu einer unüberwindbaren Ermüdung führt, und trotz Ermüdung die Belastung fortzusetzen. In dieser Disziplingruppe wird die allgemeine dynamische aerobe Grundlagenausdauer abgeprüft. Dabei handelt es sich um eine zyklische Bewegung, die überwiegend im Rahmen der aeroben Energiebereitstellung erfolgt und einen Großteil der gesamten Skelettmuskulatur beansprucht.

Eine der folgenden Disziplinen kann gewählt werden:

-  800 m / 1.000 m / 3.000 m Lauf

-  Dauer- / Geländelauf

-  10 km Lauf

-  7,5 km Walking / Nordic Walking

-  200 m / 400 m / 800 m Schwimmen

-  5 km / 10 km / 20 km Radfahren

      

Gruppe 2 Kraft

Sportwissenschaftliche Hintergründe:

In dieser Disziplingruppe wird besonders die Schnellkraft geprüft. Die Definition besagt, dass die Schnellkraft die Fähigkeit des Nerv-Muskelsystems ist, den Körper, Teile des Körpers oder Gegenstände mit maximaler Geschwindigkeit zu bewegen. Im Gegensatz zur Gruppe 3 (Schnelligkeit) steht hierbei die Überwindung des Widerstandes im Vordergrund und nicht die Bewegungsgeschwindigkeit.

Eine der folgenden Disziplinen kann gewählt werden:

-  Schlagball- / Wurfballwurf

-  Medizinballwurf

-  Kugelstoßen

-  Steinstoßen

-  Standweitsprung

-  Gerätturnen   (Hüft-Aufschwung, Handstand, Klimmzüge, Stützschwingen,
                          Kerze/Nackenstand, Kopf-/Schulterstand)

      

Gruppe 3 Schnelligkeit

Sportwissenschaftliche Hintergründe:

Schnelligkeit im Sport ist die Fähigkeit, aufgrund kognitiver Prozesse, maximaler Willenskraft und der Funktionalität des Nerv-Muskel- Systems höchstmögliche Reaktions- und Bewegungsgeschwindigkeiten unter bestimmten gegebenen Bedingungen zu erzielen.

In dieser Disziplingruppe wird die Frequenzschnelligkeit bei zyklischen Bewegungen abgeprüft. Dabei handelt es sich um wiederholende, gleiche Bewegungen mit höchster Geschwindigkeit gegen geringe Widerstände bei kurzen Belastungszeiten.

Eine der folgenden Disziplinen kann gewählt werden:

-  30 m / 50 m / 100 m Lauf

-  25 m Schwimmen

-  200 m Radfahren

-  Gerätturnen   (Handstütz-Sprungüberschlag, Grätsch-(winkel)sprung,
                         Sprungrolle, Schrittsprung, Sprunghocke als Stützsprung)

     

Gruppe 4 Koordination

Sportwissenschaftliche Hintergründe:

Die koordinativen Fähigkeiten sind Fähigkeiten die primär koordinativ, d.h. durch die Prozesse der Bewegungssteuerung und –regelung bestimmt werden. Sie befähigen den Sportler, motorische Aktionen in vorhersehbaren Situationen sicher und ökonomisch zu beherrschen. Im Vordergrund stehen also primär die Bewegungstechnik und die Qualität der Bewegungsausführung, während die energetischen Prozesse der Muskelbewegung eine sekundäre Rolle spielen.

Eine der folgenden Disziplinen kann gewählt werden:

-  Hochsprung

-  Weitsprung

-  Zonenweitsprung

-  Zonenweitwurf

-  Schleuderballwurf

-  Seilspringen

-  Gerätturnen   (Sprung mit Drehung, Rolle, Rad, Schwingen an den Ringen,
                         Hüftumschwung, Schwebebalken)

      

Ausführung und Leistungsanforderungen der einzelnen Disziplinen sind im Leistungskatalog und im Prüfungswegweiser, gültig ab 01.01.2013 beschrieben. Auf der Internetseite „Links“ der Abteilung Sportabzeichen können Sie diese Unterlagen als PDF-Datei einsehen oder downloaden und drucken.



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