.

125 Jahre TSV im Zeitraffer

In der Fastnachtszeit des Jahres 189I  fanden sich einige junge Leute in der Gaststätte Kunkel zusammen, um über die Gründung eines Turnvereins in Rethen zu sprechen und schon im März des gleichen Jahres  kam es zur Gründung des "Männer-Turn- und Gesangvereins von I89I". Der Verein  fand seine erste Bleibe im Saal der Gaststätte Kunkel. Vorsitzender  des Vereins war Georg Kunkel. Dem gewählten Vereinsnamen getreu veranstaltete man regelmäßig alle 3 Monate sogenannte Abendunterhaltungen mit Turnen, Gesang, Theateraufführungen und anschließendem Tanz.

Diese Abende  waren in Rethen sehr beliebt und besserten die Finanzen des Vereins erheblich  auf. Sowohl gesellschaftlich als auch sportlich ging es mit dem Verein  schnell  aufwärts. Erfahrene Turner, die vorher in Sarstedt und Hannover  geturnt  hatten,  waren  die Leistungsträger der Turnabteilung. Gastwirt und  Vorsitzender Kunkel ließ seinen früheren Pferdestall in eine kleine Turnhalle umbauen, und so ging man nur noch zu den Veranstaltungen "auf'n Saal".

In den Jahren I895 bis 1898 malte der Turnwart des Vereins, F. Munke, die Vereinsfahne. Diese handgemalte  Fahne  erstrahlt nach ihrer Restaurierung heute in vollem Glanze. Die Fahnenweihe fand am 28. Juli 1898 an der Friedenseiche (Thieplatz) statt. Am 10. August des gleichen Jahres nahmen 14 Turner mit der neuen Fahne an einem Bezirks-Turnfest in Münder teil. Im Jahre I900 gründeten einige Mitglieder der Gesangsabteilung des Männer-Turn- und Gesangvereins das "Rethener-Männer-Quartett". Ab  1902 nannte man sich nur noch "Männer-Turnverein Rethen". Ab dem Jahr I899 war Richard Reinecke Vereinsvorsitzender.

Im Jahre 1905 fand der nächste Wechsel im Vorsitz des Vereins statt. Neuer Vorsitzender  wurde  August  Stiel. 1909 stellte man erstmalig einen Vereinsboten  gegen ein kleines Entgelt ein, der die Turnhalle reinigen und ggf. heizen musste sowie die Veranstaltungen  des Vereins ansagte. Am I7. Mai 1914 fand dann das letzte Schauturnen vor dem  I. Weltkrieg statt, und keiner der Beteiligten hatte wohl damit gerechnet, dass nach dieser Veranstaltung Jahre vergehen sollten, in denen kriegsbedingt die Vereinsarbeit eingestellt werden musste. Am  I5. Dezember 19I8 kam es zur ersten Vereinsversammlung nach dem 1. Weltkrieg. August Stiel wurde wiederum zum 1. Vorsitzenden des Vereins gewählt. Im Jahre 19I3  hatte  man in Rethen einen Fußballverein gegründet, der sich  I920 auflöste. Die Spieler wurden vom MTV 4 Jahre lang - bis zum Jahre 1924 - übernommen. Nach der Inflation musste  auch der MTV wieder  von vorn anfangen.  Durch Spenden und  außerordentliche Beiträge wurde die Kasse aufgefüllt.

Bis zum Jahre 1926 - also 35 Jahre lang - trieben nur Männer im Verein Sport. 1926 wurde eine Damen-Abteilung gegründet. 1929 wechselte die Vereinsführung von August Stiel zu Heinrich Meyer. Die Arbeitslosigkeit der 20er Jahre stellte die Vereinsführung immer wieder vor große finanzielle Probleme. Mit Einnahmen aus Veranstaltungen und Sammlungen  hielt man sich über Wasser, und so ist es auch erklärlich, dass  das "40jährige  Stiftungsfest  1931" im kleinem Rahmen gefeiert wurde. Im Jahre 1933 erfolgte im Zuge der Gleichschaltung die Einvernahme aller Sportvereine in den "Reichsbund  für Leibesübungen". Nicht allen gefiel die neue Richtung. Viele Mitglieder traten aus, und mit Ausbruch des 2. Weltkrieges musste 1939 die Arbeit im MTV Rethen abermals eingestellt werden.  In  den  Jahren  1934-1939  wurde  der  Verein  von  Friedrich Kunze geführt. 

Am 17. Oktober  1945 war August Pleiß Initiator einer Versammlung, in der über die Wiederaufnahme sportlicher Aktivitäten in Rethen beraten werden sollte. Die Militärregierung ließ, um ihren Kontrollfunktionen leichter nachkommen zu können, in kleinen Orten nur die Gründung eines Sportvereins zu. In der Versammlung wurde man sich schnell einig und beschloss, den Sportbetrieb mit einer Turn­ und Fußballabteilung sofort wieder aufzunehmen. Man betonte,  dass die Tradition des 1891 gegründeten Männer-Turn­ und  Gesangvereins  fortgesetzt  werden soll. Als Konzession an die Fußballabteilung wurde jedoch der Vereinsname "TSV Rethen (Leine)" gewählt. Erster Vorsitzender  wurde Willi Ködderitzsch. Während die Damen ihre Übungsabende weiter im Saal bei Kunkel abhielten, zogen die Männer und Kinder zum Turnen in die Gaststätte  „Zum Bahnhof".  Fußball wurde auf einer Wiese an der Peiner Straße gespielt.

Im April 1946 fand das erste Handballspiel des Vereins statt, die, wie sich später herausstellen  sollte, erfolgreichste Abteilung des TSV Rethen war somit gegründet. An der Hermann-Löns-Straße hatte die Gemeinde Rethen Gelände für einen Sportplatz zur Verfügung gestellt, und ein Jahr  lang  bemühten sich die Mitglieder des TSV, mit Hacke und Schaufel die Erdarbeiten in Eigenleistung zu erbringen. Zum Schluss ließ die Gemeinde die Restarbeiten  durch ein Unternehmen  ausführen. Am 3. Oktober 1948 wurde der Platz mit einem Handball- und einem Fußballspiel eingeweiht.

1948 übernahm  Gustav Siebert den Vereinsvorsitz. 1949 trennten sich die Fußballer vom Gesamtverein und gründeten den "FC Rethen" als Nachfolger des 1913 erstmals erwähnten  Fußballvereins.

Es folgten zwei kurze Amtsperioden  von Vorsitzenden.   Heinrich  Wolff residierte von  1950 - 1951  und  Erhard  Taubert stand dem Verein von 1951 bis 1953 vor. Der 14. Februar  1953 war eines der be­ merkenswertesten Daten in der Vereinsgeschichte des TSV  Rethen. Günther Hepke  übernahm  den Vorsitz im Verein und- nehmen  wir es vorweg - 25 Jahre hat  diese  Amtsperiode  gedauert. Ohne Gegenstimme wurde dieser bemerkenswerte Mann 25mal wiedergewählt. Der TSV in seiner jetzigen Struktur ist eindeutig das Werk Günther Hepkes. Unter seinem Vorsitz vollzog sich der Wandel vom dörflichen Sportverein zu einem leistungsstarken Stadtrandverein. Als er 1978 das Amt des 1. Vorsitzenden in andere Hände übergab, wählte ihn die Versammlung einstimmig zum Ehrenvorsitzenden. In welch hervorragender Form Günther Hepke sich im Sport auf örtlicher und überörtlicher Ebene einen Namen  gemacht hat, unterstrich der damalige Bürgermeister der Stadt Laatzen, Kurt Grobe, im Jahr 1979 anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes an unseren Ehrenvorsitzenden. Neben dieser hohen Auszeichnung zeugen weitere Ehrungen von seinem Engagement in verschiedenen sportlichen Verbänden: Goldene Ehrennadel des TSV Rethen, goldene Ehrennadel des Handball-Verbandes Niedersachsen, goldene Ehrennadel  des Landessportbundes, silberne Ehrennadel des Deutschen Handball Bundes.

Dem TSV Rethen verbleibt es, der Persönlichkeit Günther Hepke herzlichen  Dank für seine Verdienste und die geleistete Arbeit zu sagen. Ein Viertel unserer Vereinsgeschichte trägt die Handschrift dieses Mannes.

Im Dezember 1953 war das Clubhaus am Sportplatz an der Hermann-Löns-Straße fertiggestellt  - ein Weihnachtsgeschenk? Im selben Jahr gründete sich die Abteilung Tischtennis. Das größere sportliche Angebot erhöhte die Mitgliederzahlen stetig. 1954 wurde Friedrich Munke zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt. 1955 wurde  die Leichtathletikabteilung gegründet. 

Der Neubau der Sporthalle an der Braunschweiger Straße - sie wurde am 6. Januar  1956 eingeweiht-  erlaubte es der Vereinsführung, grünes Licht für alle Abteilungen zu geben, Leistungssport unter damals idealen Trainingsbedingungen anzustreben.

1957 finden wir über die Jahreshauptversammlung des TSV einen  Artikel in "Unsere Gemeinde" unter der Überschrift: "Der innere Zusammenhang - Grundstein des  Erfolges".  Eine  Eloge, die eine ganze Zeitungsseite füllt. Am 30. Oktober 1963 beschließt eine außerordentliche Mitgliederversammlung die Satzung  des Vereins. Darauf erfolgt die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Hannover. Nun ist der Verein auch amtlich existent.

1966 ist das Jahr des 75-jährigen Bestehens  des Vereins. Die Mitgliederzahl ist auf 488 am Anfang des Jahres  angestiegen, und anlässlich der "75-Jahr-Feier" wird das 500. Mitglied aufgenommen; es ist Sigrid Förster, die heute noch das Eltern-  und Kind-Turnen im Verein leitet. Viele Rethener Bürger können sich an die Feierlichkeiten zum "75-jährigen Bestehen" des Vereins erinnern. Als Bewertung hier einmal die etwas stakkatoartigen Stichworte aus den Unterlagen des damaligen 1. Vorsitzenden: 75-jähriges Vereins-Jubiläum ein voller Erfolg, bis auf die kalten Platten- viele Gäste beim Festakt in der  Pausenhalle  - würdig  - Musik - Bürgermeister - Rat - Gemeindedirektor

- stellvertretender Landrat- Pastor- Vereins-Vorstände   - Ehrungen   der  alten Mitglieder und des 500. Mitglieds – viele Geld-  und  Sachgeschenke.  An anderer  Stelle heißt es: "Sportliche Veranstaltungen durchweg gut besucht und sehr gut verlaufen". "Festabend gut besucht- gute Stimmung". Auch zum 75-Jährigen gab es schon eine Festzeitschrift; sie bildet natürlich die Vorlage für diese und hoffentlich noch viele Folgeexemplare.

Schon im Planungskonzept  gehörten zur Anlage "Erbenholz" auch Tennisplätze. Diese konnten  jedoch aus Kosteneinsparungsgründen von der Gemeinde nicht gleich gebaut werden. Es gab aber in Rethen einen Bedarf an Tennisplätzen. Viele Neubürger,  aber  auch  ältere Mitglieder des Vereins, hätten  gern Tennis gespielt. Der TSV nahm  die  Sache in die Hände und konnte nach kurzer Bauphase und mit viel Eigenleistung der Mitglieder der Tennisabteilung  am 8. November 1975 drei Tennisplätze in Betrieb nehmen. Die 6. Abteilung des Vereins erhält Ende August 1975 ihren ersten gewählten Abteilungsleiter: Gerald Haase. 1975 wird ein erfolgreiches Jahr  des Vereins. Die Mitglieder zahl überstieg die Schallgrenze von 1.000. Das 999. Mitglied war Christoph Duensing, das 1.000 Mitglied seine Ehefrau Karin und das 1.001 Mitglied Angela Kriete. 1977 erschien die erste Ausgabe des TSV­Kuriers. Diese Vereinszeitung informiert Nach den Feierlichkeiten  legte man sich nicht auf die faule Haut. Die Mitgliederzahlen stiegen weiter an. 1970 konnte die Erweiterung der Sporthalle Braunschweiger Straße eingeweiht werden. Im selben Jahr wurde eine neue Abteilung- die der Schwimmer - im Verein gegründet.  Gerhard Schlichting wird der erste Abteilungsleiter. Ein eigenes Schwimmbad  hatte man noch nicht, und so musste man in Gleidingen oder Laatzen trainieren; ein harter - aber wie sich zeigen sollte - gesunder  Anfang. Die Rethener  Schwimmhalle wurde am 23. Mai 1972 eingeweiht. In den Jahren 1971 bis 1974 festigte sich der Verein mehr und mehr. Neubürger der Gemeinde wurden als Mitglieder hin­ zugewonnen. Mit Erwartung blickt man auf die neue Sportanlage, die den Namen "Erbenholz" tragen sollte. Und  noch etwas fiel im Jahr 1974 ins Gewicht- die Gebietsreform: Rethen war nicht mehr selbständig, und die Zusammenarbeit des Vereins mit seiner Kommune, in diesem Fall der Stadt Laatzen, zeigte so manche Anfangsschwierigkeiten.  Am 24. und 25. Mai 1975 wurde  dann  die Sportanlage "Erbenholz" eingeweiht,  und  wie sagte damals Bürgermeister Heuer aus Laatzen: "Ich beglückwünsche die alte Gemeinde Rethen  zu dem Entschluss,  dass sie diese Anlage  in  eigener  Selbständigkeit   geplant und gebaut hat. Wir, die Stadt Laatzen, wären dazu nicht in der Lage gewesen".

seither  jeden Rethener  Bürger 4- mal im Jahr über das Vereinsgeschehen.

Am 11. Februar 1978  wurde  Christoph Duensing zum Vorsitzenden  des TSV Rethen gewählt. Er übernahm  die Vereinsführung  von Günther  Hepke. Die Versammlung wählte am 11.02.1978 Günther Hepke zum Ehrenvorsitzenden des Vereins. Der Verein hatte damals 1.278 Mit­glieder.

Im Januar 1978 wurde die Tanzsparte des TSV Rethen gegründet. Im darauffolgenden Jahr konnten 30 Mitglieder dieser Abteilung gezählt werden. Nach anfänglichen Problemen verpflichtete die Abteilung ein Trainer-Ehepaar.

Die nächste Gründung einer neuen Abteilung geht auf das Jahr 1981 zurück. Auf vielfachen Wunsch sollte im TSV Rethen Volleyball gespielt werden. Die Gesamtmitgliederzahl war in der Zwischenzeit auf 1.408 Mitglieder angestiegen.

Im Jahr 1981 blickte der Verein auf das 90jährige  Bestehen zurück. Dieses Jubiläum wurde bescheiden, mit einer Sportwoche gefeiert, ohne die üblichen Rückgriffe auf die Vergangenheit. In seiner Abschiedsrede bezeichnete  der scheidende Vorsitzende Christoph Duensing das vergangene Jahr und die zurückliegende Zeit als fröhliche Jahre des Sport- und Spielbetriebs.

Am 19. Februar 1982, auf der Jahreshauptversammlung in der Pausenhalle der Grundschule Rethen, wird dann unser heutiger  Vorsitzender  Adolf Sünnemann gewählt.

Gleich im ersten Jahr unter Vorsitz von Adolf Sünnemann  wird wiederum eine neue Abteilung im Verein gegründet: die Wandersparte.

Um einmal eine Größenordnung des immer um die 1.400 Mitglieder herum pendelnden Vereins zu geben: Der Kassenbericht wies "Einnahmen" und "Ausgaben" in Höhe von DM 132.370,57 aus. So wurde er  auf der  Jahreshauptversammlung am 18. Februar 1983 bekanntgegeben. Erwähnenswert wäre, dass im Jahr 1982 sich unter   der   Tanzabteilung   eine  Gruppe Rock `n Roll-Tänzer etabliert  hatte.

Von der Jahreshauptversammlung am 17. Februar  1984  gilt zu berichten,  dass  zur Entlastung des Kassenwartes, dessen Etat sich mittlerweile auf ca. 150.000 DM gesteigert hat, beschlossen wird, den Abteilungen künftig bestimmte Pauschalbeträge  zu  überweisen,  die  dann  in  eigener Verantwortung für den Spielbetrieb verwaltet und ausgegeben werden müssen - eine Regelung, die bis heute im TSV Rethen eingehalten  und durchgeführt wird. Auf der Jahreshauptversammlung  des TSV Rethen am 7. März 1986 hält der Vorsitzende eine bemerkenswerte Rede über die Problematik zwischen Sport, wie wir ihn in den Sportvereinen verstehen, und kommerzieller Sportgestaltung, wie sie mehr  und  mehr  Platz greift. Auch kann Adolf Sünnemann an dem Abend über die bislang letzte Gründung einer Abteilung berichten, die der Karateabteilung. Ferner wurde der Bau eines vereinseigenen Tennishauses  beschlossen.  Der TSV erhielt seine erste Immobilie.

Im Jahre seines 100-jährigen Bestehens bietet der TSV Rethen in zehn Abteilungen ein abgerundetes und in sich geschlossenes  sportliches  Programm an. Er tut dies für alle sportlich interessierten Bürgerinnen  und Bürger Rethens, wie es einem Verein, mit ausschließlich ehrenamtlicher Führung möglich ist.

Wie die Chronik belegt, ist er kontinuierlich gewachsen. Er hat sich stets bemüht, nicht nur sportlich, sondern  auch gesellschaftspolitisch nach zwei düsteren Perioden unserer Geschichte am Aufbau einer besseren  Gesellschaft mitzuwirken.

Unsere Mitgliedslisten beweisen: Wer die Luft von Rethen einmal geschnuppert hat, die in den Wintertagen  ein wenig süßlich riecht, der weiß, dass man sich auch in der Leineniederung vor Hannover wohl fühlen kann und dass hier Freundschaften innerhalb  unseres TSV Rethen entstanden sind, die über Jahrzehnte hinaus gehalten haben.

In der Jahreshauptversammlung im März 1991wurden erstmals Ehrenmitglieder  ernannt. Elfried Schild, Karlheinz Bormann, Hubert Finger und Karl-Erich Battermann wurden vom Vorsitzenden Adolf Sünnemann für ihren jahrzehntelangen Einsatz für den TSV ausgezeichnet.

Das 100jährige Jubiläum wurde über das ganze Jahr gefeiert. Alle Abteilungen präsentierten sich von April bis November mit großen Turnieren und besonderen Wettkämpfen, Wanderungen, Tanzangeboten  und Schauturnen. Beim Festakt im Juni war die Sporthalle Braunschweiger Straße gefüllt mit Gästen aus Sport und Politik und vielen Mitgliedern.

Das Wetter war großartig beim Erbenholzfest mit Spiel und Spaß für alle,  beim dreitägigen Zeltfest auf dem damaligen Schützenplatz an der Lehrter Straße mit Ehemaligentreffen, Disko und Wahl der Miss TSV Rethen, Tanz- und Showabend sowie Jazz-Frühschoppen.  Beim Abschied vom Sommer rund um die Sporthalle mit Mitmachzirkus auf der Sportfläche, Vorführungen in der Sport- und Schwimmhalle hatten alle ihren Spaß. Der Festball rundete das gelungene Jubiläumsjahr ab. Drei Jahre Vorbereitungszeit hatte sich gelohnt.

Auf der Jahreshauptversammlung 1992 konnte Vorsitzender Adolf Sünnemann im Rückblick nur Gutes über die Feierlichkeiten zum 100jährigen Jubiläum berichten. Sein Dank galt allen, die sich in den Vorbereitungsjahren und im Festjahr so sehr für den TSV eingesetzt haben, dass alles geklappt hat. Er stellt aber auch die Frage, wie lange sich ein Verein von der Größe des TSV noch ehrenamtlich führen lässt. 1993 stand die Jahreshauptversammlung unter dem Zeichen einschneidender Veränderungen. Der Vorsitzende Adolf Sünnemann war schwer verunglückt und konnte sein Amt nicht mehr ausfüllen. Zur neuen Vorsitzenden wurde Hannelore Flebbe gewählt, die auch heute noch dem Verein vorsteht. Gerd Schünemann blieb Stellvertreter.

1993 war auch das Jahr, in dem der Gesundheitssport in den Verein einzog. Als erste Übungsleiterin hatte Uschi Tesche die nötigen Lizenzen erworben. Als Übungsstätten dienten im Laufe der Zeit viele verschiedene Orte: Sporthalle, Speisesaal der Zuckerfabrik, Obergeschoss der Grundschule, Altenheim Grasdorf, Spellmann, Steinhalle, augenblicklich Galerie des Kunstkreises. Der Handball-Fördererverein „Club 96“ wird gegründet.

1994 wurde mit Markus Kluge das 1.500 Mitglied aufgenommen. 1.499 war Richard Waßmanndorf, 1.501 Claudia Nebot. Jürgen Köhne, heute Bürgermeister von Laatzen, wurde stellvertretender Vorsitzender. Die Leichtathletikabteilung richtet seit 25 Jahren Werfertage aus. Der Grillstand an der Sporthalle wird in Gemeinschaftsarbeit errichtet. Tischtennisspiler Lars Beismann steht an der Spitze der Landesrangliste bei den Schülern A. Ehrenmitglied Elfried Schild wurde 75.

Zwei Abteilungen konnten 1995 Jubiläum feiern: 25 Jahre alt ist die Schwimmabteilung geworden, seit 20 Jahren wird Tennis gespielt. Das wurde zum Anlass genommen, im Cothorne-Hotel mit 295 Menschen einen rauschenden Jubiläumsball zu feiern. Ehrenvorsitzender Günther Hepke wurde 70. Gerd Schünemann beendete nach 30 Jahren seine Arbeit im Vorstand. Helmut Tegeler übernimmt als stellvertretender Vorsitzender und Sportwart. Abteilungsleiter Dirk Beushausen hält die Laudatio beim Jubiläumskommers der Schwimmabteilung, begrüßte viele Gäste und seine Vorgänger Gerd Schlichtung und Gerold Harms. Verabschiedet mit Tränen in den Augen wurde Siegrid Förster, die 30 Jahre lang das Mutter-Kind-Turnen geleitet hat.

1996 stand wieder ein Jubiläum an, und zwar ein großes. Die Handballabteilung bestand 50 Jahre. Bei der Hauptversammlung im März blickte der Ehrenvorsitzende Günther Hepke zurück in die Anfangszeiten. Der Krieg war zwar beendet, aber es fehlt an allem. Keine Trikots, keine Schuhe, kein Handball, und trotzdem wurde die Abteilung gegründet. Vergnügliches hatte er auch zu berichten. Nicht mit dem Auto, sondern zu Fuß, mit dem Fahrrad oder der Straßenbahn wurden Auswärtsspiele angesteuert.  Schnaps war kein Doping. Gespielt wurde auf einer Wiese, die unter der Woche den Schafen zur Verfügung stand. Großfeldspiele wurden ausgetragen  auf der Sportanlage an der Hermann-Löns-Straße und später dann am Erbenholz. Hallenhandball wurde aber immer beliebter und wird nun ausschließlich gespielt. Eine Festwoche hatte die Handballabteilung ausgerichtet, unterstützt durch den Fördererverein „Club 96“, 1991 extra gegründet  für diesen Anlass. Nach dem Kommers im Saal des Restaurants  „Club 72“ bei brütender Hitze wurden Turniere für alle Altersklassen in der Sporthalle und auf dem Erbenholz mit anschließender Disco durchgeführt.  Den Abschluss bildete der Frühschoppen mit der „Bourbon Skiffle Company im Zelt hinter der Sporthalle.

Ein großes Unglück ereilte die Stadt im Juli: Das Laatzener Schwimmbad ist abgebrannt. Wie es weitergeht ist unklar.

Matthias Bramkamp wurde zum Sportwart gewählt.

Bürgermeister Hauke Jagau musste auf der Jahreshauptversammlung 1997 alle enttäuschen, die wegen der beständig steigenden Einwohnerzahlen auf einen schnellen Hallenneubau gehofft hatten. Problem wie immer und auch heute noch: das Geld. Im Herbst sind alle Laatzener Bürger aufgerufen, sich für oder gegen einen Wiederaufbau des abgebrannten Schwimmbades zu entscheiden. Bei Veranstaltungen vor der Brandruine beteiligten  sich viele TSVer, um für eine positive Entscheidung zu werben. Das Ergebnis ist bekannt: Das AquaLaatzium steht und wurde zwischenzeitlich mehrfach erweitert. Die  Bewohner des Spannfeldes feierten ein viel besuchtes Fest zum 25järigen Bestehen ihres Wohngebietes und überreichten dem TSV eine Spende von 1.500 DM. Eine großartige Idee.

1998 erhält der TSV Kurier nach 20 Jahren ein neues Gesicht. Die Vereinszeitung wird an alle Rethener Haushalte verteilt, was nur durch die Hilfe von Sponsoren möglich war und ist. Herzlichen Dank an alle Inserenten. Helmut Tegeler hört als stellvertretenden Vorsitzender auf. Seit 1960 war in vielen Vorstandsbereichen aktiv. In das Amt wurde Dirk Beushausen gewählt. Jochen Sewig traf Ehrhardt Wunderlich bei der Frauen- Handball-WM. Die Gremien der Stadt beraten wieder über die Schließung des Rethener Hallenbades. Sie soll nach dem Neubau des Stadtbades erfolgen. Der Förderervereins Hallenbad, gegründet 1983, als zum ersten Mal über eine Schließung geredet wurde und zwischenzeitlich im Ruhemodus,  wird wiederbelebt. Carolin Böhm (Jahrgang 1986) wird Landesjahrgangsbeste im Brustschwimmen. Die Tanzabteilung feiert 20jähriges Bestehen.

In der Jahreshauptversammlung 1999 wird beschlossen, dass die Vereinsmitgliedschaft für Ehrungen künftig vom ersten Tag an gezählt wird, nicht wie bisher erst ab Volljährigkeit. Dem stellvertretenden Bürgermeister Rainer Büschking wird von Uschi Tesche eine umfangreiche Unterschriftensammlung übergeben, in der eine neue Sporthalle gefordert wird. Rainer Büschking konnte keine Hoffnung machen. Der TSV setzt sich dafür ein, auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik Flächen für einen Hallenbau vorzusehen. Beim Schützenfest bilden viele eine Menschenkette um einen möglichen Standort. Für vorbildliche Jugendarbeit erhält der TSV 2.000 DM vom Sportkreis Hannover-Land. Carolin Böhm (Jg. 86)schwimmt über 100 m Brust Landesalterklassenrekord und wird Norddeutsche Vizemeisterin und 3. bei den Deutschen Meisterschaften. Es sollten über die Jahre noch viele Titel und Rekorde dazu kommen. Die erste Walkinggruppe setzt sich in Bewegung.

2000 war ein besonderes Jahr. Rethen feierte 750 Jahre +. Das plus steht für die Zahl an Jahren, die Rethen vermutlich älter ist. Die Urkunden sind nicht so klar. Vom 27.04. bis 01.05. feierten Tausende Menschen, und die Mitglieder des Vereins waren tatkräftig an diversen Ständen und Aktionen beteiligt sowie GoSports nach Rethen geholt. Erstmals fand die Vereinsfete in der Mehrzweckhalle Ohestraße statt, sehr zum Vergnügen aller Beteiligten. Stellvertretende Bürgermeisterin Angelika Rohde und Ortsbürgermeisterin Helga Büschking sprechen sich auf der Jahreshauptversammlung für den Erhalt des Rethener Hallenbades aus. Aqua vital bzw. Aqua Jogging wird im Hallenbad sehr gut angenommen. Tennis feiert 25jähriges Bestehen mit einem Superfest am Tennisheim und einem Ball im Hotel Britannia.. Alexander Lokschin wird Deutscher Meister im Sychronturnen zusammen mit seinem Trampolinpartner aus Salzgitter.

Das AquaLaatzium wurde feierlich eröffnet. Das Rethener Hallenbad bleibt geöffnet. Das sagte Bürgermeister Hauke Jagau in der Jahreshauptversammlung 2001. Ein bisschen Hoffnung machte er auf eine neue Sporthalle. Zumindest wird geprüft. Die 1. Handballdamen gewinnen den Bezirkspokal.  Dieter Sewig backt leider kein Brot mehr. Das erste Stadtpokalschwimmfest wird im AquaLaatzium ausgetragen und alles klappt. Carolin Böhm (Jg. 86) wird 2fache Deutsche Juniorenmeisterin in deutscher Jahrgangsrekordzeit, fährt zu den Junioren-Europa-Meisterschaften auf Malta und holt eine Bronzemedaille. Das erste Tennis-Sommercamp wird angeboten. Es geht langsam wieder los mit Volleyball.Unser Ehrenmitglied Karl-Erich Battermann verstirbt mit 65 Jahren an einer schweren Erkrankung. Über Jahrzehnte hat er die Jedermann-Gruppe hervorragend geleitet.

2002 scheidet Kassenwart Klaus Stöhr nach 10jähriger verantwortungsvoller Arbeit aus dem Vorstand aus. Er wollte wohl nicht in Euro rechnen müssen. Rosemarie Meyer übernimmt. Es ist auch das Jahr des 111. Geburtsjahres des TSV. Siegfried Sahlmann und Helmut Tegeler werden Ehrenmitglieder. Die 1. Damen steigen in die Bezirksoberliga auf. In der Sporthalle müssen die Zuschauer stehen, weil die alten Kinostühle in einer Hau-Ruck-Aktion ohne vorherige Ankündigung abgerissen worden sind. Auf großen Druck aller Beteiligten werden die heute noch genutzten Bänke noch vor dem Schauturnen eingebaut. Die Trampoliner turnen in der 2. Bundesliga. Alexander Lokschin (Einzel) und Ari Temizbas (Mannschaft)  werden Deutsche Meister im Tramopinturnen. Carolin Böhm ist im Fernsehen und wird 3. bei den Deutschen Meisterschaften über 100 m Brust hinter Simone Weller und Sarah Poewe und 8. bei den Europameisterschaften. Die Wanderabteilung wird 20 Jahre alt. Unser Ehrenmitglied Elfried Schild verstirbt mit 83 Jahren. Viele Jahrzehnte hat er die Turnabteilung geleitet und geprägt.

Weil noch immer keine neue Sporthalle in Rethen in Sicht ist, stellt der Vorstand auf der Jahreshauptversammlung 2003 die Planungen für den Ausbau eines Gymnastikraumes in der später so genannten „Steinhalle“ vor. Einen Zuschuss von 5.000 Euro gibt die Stadtverwaltung dazu. Die Handballabteilung gründet eine Jugendspielgemeinschaft mit der SpVg Laatzen. Der Fördererverein „Club 96 wird 10 Jahre alt. Der TSV hat eine Homepage. Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter sind per E-Mail erreichbar. Die Handballdamen steigen in die Oberliga auf, die 1. Herren leider aus der Bezirksliga ab. Die Tanzabteilung wird 25 Jahre alt und feiert mit einem Tanz in den Mai. Doppelt so alt wird die Tischtennisabteilung und feiert im Gledinger Schützenhaus. Willi heuer wird Ehrenmitglied des Handballkreises Hannover.

2004 hat der TSV mit Uschi Tesche, hela Hillnhagen und Heidrun Rolke drei Übungsleiterinnen, die das Gütesiegel „Pluspunkt Gesundheit“ des DTB vorweisen können. Der Übungsraum in der Steinhalle ist endlich fertig. Am „Tag der offenen Tür“ herrscht großer Andrang. 5 Walkerinnen und ein Walker bewältigen den Halbmarathon in Hannover. Rudi Varga, Carsten Ratz und Michael Voigt werden deutsche Vizemeister im Pokalwettbewerb. Jasmin Kassid belegt den 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft im Karate. Die erste „Well und Fit-Freizeit“ auf Baltrum wird ein voller Erfolg. Die Schwimmabteilung gründet eine Startgemeinschaft mit Sarstedt.

Auf der Jahreshauptversammlung 2005 werden Günther Hepke, Hans Hepke und August Pleiß besonders geehrt. Sie sind die Männer, die dem TSV 1945 wieder  neues Leben eingehaucht haben. Dass sie einen langen Atem hatten, sieht am TSV heutiger Form. Nach 10 Jahren als Abteilungsleiter und insgesamt 20 Jahren Tätigkeit in der Handballabteilung hört Uwe Taubel auf. Als Nachfolger wird Peter Schaff gewählt. Tennis feiert 30jähriges Bestehen. Nach 23 Jahren beendet Kurt Tesche seine hervorragenden Arbeit in der Tennisabteilung, Nachfolger wird Simon Schreyer. Im Ramada-Hotel wird ein rauschender Ball gefeiert. Als erste Frau übernimmt Ilse Schwedhelm die Leitung der Tischtennisabteilung. Friedrich Ossenkopp wird zum zweiten Mal Deutscher Tischtennismeister im Doppel der AK 50. Martin Plugge beginnt als Übungsleiter in der Tanzabteilung. Angeboten wird jetzt auch „Video Clip Dance für junge Mädchen. Die Karateabteilung wird 20 Jahre alt. Der erste Yoga-Kurs beginnt. Hans Hepke, unser Gründungsmitglied von 1945, verstirbt mit 85 Jahren. Unser Ehrenmitglied Siegfried Sahlmann erliegt mit 72 Jahren seiner schweren Krankheit. Über Jahrzehnte hat er das Vereinsleben mitbestimmt. Insbesondere die Handballabteilung hat ihm sehr viel zu verdanken. 1964 gründete er die Altherrenschaft, der er bis 1987 vorsaß.

Von 1977 bis zur Ausgabe Dezember 2005 gab es den TSV-Kurier. Die Vereinszeitung wurde an alle Haushalte verteilt. Die Auflage steigt von 1.000 auf 4.500 Stück. Das kann finanziell nicht mehr geleistet werden. Trotz der Hilfe der Inserenten sind die Kosten zu hoch geworden. Künftig erscheint ein Jahresheft, dass allen Mitgliedern per Post zugestellt wird. Abteilungen wie Handball und Tischtennis werden eigene Infohefte erstellen. Das Internet wird auch immer mehr genutzt. Die Tennisabteilung hat damit begonnen, inzwischen gibt für alle punktspielenden Abteilungen Links zu den Ergebnissen. Schade ist es trotzdem. Im Laufe der Jahre gab es viele informative, lustige und traurige Berichte zu lesen.

2006 hat die Tanzabteilung das Angebot deutlich ausweiten können. In der Steinhalle werden jetzt auch Jazzdance und Linedance unterrichtet. Mit Gesellschaftstanz wird In insgesamt 6 Gruppen wird trainiert. Eine Ballettgruppe ist beim Turnen angesiedelt. StepAerobic  wird angeboten, Tai-Chi, Yoga, Flexi-Bar und Beckenbodengymnastik. Wellnesstage in der Steinhalle finden großen Zulauf.

Seit dem 01.04.2007 ist im Handball alles anders. Die HSG Laatzen/Rethen wurde gegründet. Die Regularien verlangen, dass die HSG ein eigenständiger Verein ist mit ihrem Stammvereinen Spvg Laatzen und TSV Rethen. Die Vorstandsarbeit wird auf beide Vereine verteilt, als Vorsitzender wurde Peter Schaff gewählt. Gelost wurde um den Namen. Gezogen wurde 3 x Laatzen, 2 x TSV. Folgerichtig heißt die Handballspielgemeinschaft HSG Laatzen/Rethen. Die Wanderabteilung wird 25 Jahre alt und feiert im Ramada-Hotel. Die Aktiven der Schwimmabteilung werden 2.I der Kreispunktewertung und holten zum 3. Mal den Stadtpokal, der nun beim TSV verbleibt. Die Volleyballabteilung beginnt mit der Jugendarbeit.

Mit dem Licht gibt es 2008 große Probleme in der Sporthalle, die Tischtennisspiele unmöglich machen. Die Sanierung der Deckenleuchten zieht sich hin. Durch intensiven Einsatz der Abteilungsleitung und der Hilfe anderer Vereine können die Spiele verlegt werden. Die Karateabteilung richtet den ersten eigenen Lehrgang mit vielen Teilnehmern aus. Dann platzt die Bombe; das Rethener Hallenbad soll abgerissen werden, weil das AquaLaatzium um eine Schwimmfläche erweitert wird. Die Stimmung im Ort ist auf dem Tiefpunkt. Durch Unterschriftensammlungen,  mehr als 1.700 kommen zusammen, soll der Abriss verhindert werden. Das ist trotz allen Einsatzes von nicht nur Rethener Bürgern leider nicht gelungen.

2009 erreicht das Konjunkturpaket II die Stadt Laatzen. Nicht nur die Halle Marktstraße hat den Zuschlag für eine Sanierung bekommen, sondern auch unsere Sporthalle in der Braunschweiger  Straße. Das heißt Sperrung über einen langen Zeitraum. Was möglich ist, wird verlegt. Die  Handball- Tischtennisabteilungen kennen  das noch vom vergangenen Jahr. Dank sagen wir allen, die mit uns ihre Hallenstunden geteilt haben. Die Steinhalle wird nicht nur von unseren Gruppen genutzt. Wir machen so viel wie möglich Vormittagsstunden frei, damit die Schulkinder auch Sport treiben können. Unsere Hoffnung auf einen Hallenanbau und damit größere Geräteräume erfüllt sich nicht.  Martin Plugge gewinnt die German Masters und wird Deutscher Meister im Linedance.

2010 hat es die HSG ermöglicht, dass 14 Spielerinnen und Spieler der E-Jugend mit den „Recken“ zum spiel gegen Flensburg-Handewittt auflaufen durften. Ein Erlebnis für alle. Seit 1974 war Karlheinz Bormann Sportabzeichenwart im Verein, jetzt hört er auf und legt seine Aufgaben in die fähigen Hände von Hela Hillnhagen. Es ist noch Wasser im Rethener Hallenbad. Unser Ehrenmitglied Helmut Tegeler verstirbt mit 74 Jahren. Handball hat er gelebt. Ein Vereinsmensch war er durch und durch.

2011 feiet der TSV 120. Geburtstag. Im Copthorne Hotelwurde mit einem Fall gefeiert, im Mai wurde eine tolle Sportschau auf die Beine gestellt. Das war chön, schlimm war allerdings die Schließung des Rethener Hallenbades. Viele Rethener und Laatzener Bürger haben am 16. Juni mit einem Schweigemarsch das Bad zu Grabe getragen. Ein Gedenkstein mit dem Daten der Eröffnung und Schließung wurde im Rethener Park neben dem Gedenkstein für die ehemals eigenständige Gemeinde Rethen, seit der Gebietsreform 1974 Ortsteil der Stadt Laatzen,  niedergelegt. Der „TSV-Kurier“ entsteht neu.  Zwei Ausgaben wird es jährlich geben, die wieder an alle Haushalte verteilt werden. Der Einsatz der K4 Media GmbH, Geschäftsführer Reinhardt Kroll, und die Anzeigen der vielen Inserenten hat es möglich gemacht. Es wurde entschieden, eine Petanque-Abteilung zu gründen. Unter Mithilfe vieler und der Anleitung von Gerd Schünemann wird der Bau von Petanque-Bahnen am Erbenholz vorbereitet. Die Handball-A-Junioren sind Regionsmeister. Uschi Tesche wird verabschiedet sich nach 25 Jahren aus gesundheitlichen Gründen von ihrer Gymnastikgruppe. Die Tennis-Herren 30 werden Staffelsieger und steigen in die Verbandsliga auf. In Kooperation mit der Grundschule gibt es einen Sportabzeichentag. Die Volleyballer der U16 fahren zur Landesmeisterschaft. Unser Ehrenvorsitzender Günther Hepke verstirbt mit 86 Jahren. Er hat den Verein mit geprägt, nicht nur in den 25 Jahren als Vorsitzender. Ihm und den weiteren Männern, die 1945 den Mut hatten, den TSV wieder aufleben zu lassen, sei großer Dank gesagt.

2012 müssen wir leider die Steinhalle aufgeben. Das Gebäude wird abgerissen. Alle Gruppen müssen auf andere Hallen/Gebäude verteilt werden. Der Kunstkreis stellt die Galerie zur Verfügung und der Bewegungsraum in der DRV wird genutzt. Die Petanqueabteilung eröffnet die Bouleanlage mit 18 Bahnen am Erbenholz  und hat den Spielbetrieb aufgenommen. Sopie Brettmann, Madlen Wendland und Marcel Stöwer gehören dem Landeskader des Schwimmverbandes an. Die Rekordmarken purzeln. Michael Meyer wird die Goldene Ehrennadel des Niedersächsischen Karateverbandes überreicht. Die Gesellschaftstänzer lernen West Coast Swing. Die Trampolinmannschaft feiert Erfolge auf Kreisebene und beim Landesturnfest in Osnabrück. Aufgestiegen in die Bezirksklasse sind die Volleyballdamen.

2013 besteht der Handball-Fördererverein „Club 96“ 20Jahre. In dieser Zeit wurden viele Projekte im Handballbereich bezuschusst, zum Beispiel der jährliche Besuch eines Bundesligaspiels  „Recken“ mit mehr als 100 Teilnehmern, Trikotsätze und Trainingslager. Beim neujahrsempfang der Stadt Laatzen wurden Sophie Brettmann, Madlen Wendland und Marcel Stöwer für ihre herausragenden Leistungen im Schwimmen geehrt. Der Abriss des Schwimmbades macht sich deutlich bemerkbar durch sinkende Aktivenzahlen. Das Sportabzeichen wird 100 Jahre alt und wird grundlegend überarbeitet und modernisiert. Die Volleyballer der U12 werden Regionsmeister. Die Wanderabteilung besteht seit 30 Jahren. Die Umstellung auf das SEPA-Einzugsverfahren für die Beiträge gelingt erstaunlich problemlos. Die 1. Handballdamen steigen wieder in die Landesliga auf. In die zweithöchste Staffel B swe Hobbyliga schaffen es die Volleyballherren. Die Jungen der U12 haben die Landesmeisterschaft gewonnen. Die Petanquespieler werden Stadtmeister. Auf unserer Anlage werden die Landesmeistershaften Doublette Mixte ( 2 gegen 2) ausgetragen. Der TSV ist ein guter Ausrichter und gewinnt Silber und Bronze. Tennis geht mit 17 Mannschaften in die Saison. Die Damen 30 steigen in die Bezirksliga auf.  Inzwischen werden zwei Tenniscamps in den Sommerferien mit großem Erfolg veranstaltet. Die Jugendlichen gewinnen die Tennis-Stadtmeisterschaft. Nach 13 Jahren hört Dieter Voigtländer als Abteilungsleiter Tanzen auf.

Zur Jahreshauptversammlung 2014 scheidet Jürgen Köhne nach 20 Jahren Arbeit als Handballabteilungsleiter und stellvertretender Vorsitzender aus. Als Würdigung für seinen Einsatz wird ihm die Ehrenmitgliedschaft verliehen. Dieter Voigtländer wird zum stellvertretenden Vorsitzenden gewählt.143 jugendliche Handballer besuchen die Burgdorfer Recken in der TUI-Arena. Unser Ehrenmitglied Gerd Schünemann verstirbt mit 77 Jahren. 25 Jahre lang hat er Vorstandsämter bekleidet. Alle Baumaßnahmen hat er federführend begleitet. Besonders groß war sein Einsatz bei der Vorbereitung und Durchführung der 100 Jahr-Feier. Petanque ist drittbester Verein Niedersachsens. Die Volleyballer beginnen eine Kooperation mit TSV Giesen. Die Tennis-Damen 40 steigen in die Verbandsklasse auf. Die Tennis-Jugend gewinnt den Stadtpokal. Die Sommercamps zahlen sich aus. Die Line-Dance-Gruppe „Lollipop“ fährt zum German Dance Cup. Seniorentanz wird jetzt auch angeboten. Madlen Wendland (Schmetterling Mehrkampf) und Marcel Stöwer (1.500 m Freistil) werden Deutsche Jahrgangsmeister in Berlin.

Bei der Jahreshauptversammlung 2015 wird August Pleiß, unser letztes Neu-Gründungsmitglied, für 70 Jahre Vereinszugehörigkeit geehrt. Bedingt durch den Ausfall von Hallenstunden durch den Brand in den Hallen Albert-Einstein-Schule kommen die Tischtennisspieler des VfL Grasdorf zum TSV. Tanztrainerin Heidi Marienfeld gewinnt bei den WorldChampionShips in den USA die Bronzemedaille im LineDance. Die Tanzgruppe „Dream Dancer“  sowie die Einzelstarter Michaela Gehl und Rüdiger Jüstel werden Landesmeister. Die Tennisabteilung feiert 40jähriges Bestehen mit „Buddy & The Cruisers“, richtet die Stadtmeisterschaft aus und gewinnt den Stadtpokal.

                               

 

 



.
.

xxnoxx_zaehler